Fanclub Austria 80
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The History of
FK Austria Wien since 1911

DER FK AUSTRIA WIEN IM LAUFE DER ZEIT - VON 1911 BIS HEUTE!

zusammengestellt von Jürgen Murhammer (Fanclub Austria 80)

 

Teil 5:

Die erste offizielle Tabelle in Österreich Wien

Leider war Rapid-Purkersdorf vor uns. Und somit auch der erste Gewinner der Meisterschaft. Was die Meisterschaft in Wien betrifft, denn eine gesamt österreichische Meisterschaft gab es erst viel später!

1912

1.

Purkersdorf Rapid

2.

Sportclub

3.

WAF

4.

WAC

5.

Simmering

6.

Vienna

7.

FAC

8.

Amateure

9.

Hertha

10.

Rudolfshügel

11.

Cricketer

Der erste eigene Sportplatz

Im Ringcafè wo alle wichtigen Entscheidungen getroffen wurden, wurde am 23. Juli 1913 beschlossen, dass man in Ober St.Veit, in der Auhofstraße einen eigenen Sportplatz bauen sollte.

Immer wieder meldeten berühmte und gewichtige Köpfe ihr Interesse an, und so kam es, dass dem WAS Prof. Clairmont, und der Vorstandsvorsitzende der Züricher Universität Dr. Schmitz beitraten.

Der 2. Titel unserer Violetten war dann zu Ostern 1913. Da haben wir den Osterpokal gewonnen. Die eine Woche vor Ostern spielten wir in Prag den DFC mit 5:0 nieder.

Mit dem WAC gelang die Zusammenarbeit nicht wirklich zufriedenstellend. Es gab immer wieder Reibereien und man übersiedelte auf den alten Cricketerplatz in die Vorgartenstraße. WAC nahm in Wien eine Vormachtstellung ein und sie hatten an der guten violetten Elf ihren Gefallen gefunden. Und wollen diese haben.

Der Vorstand lud die Mannschaft ein, um mit ihnen einen Beitritt zum Praterverein zu vereinbaren. Bei einer außerordentlichen GeneralvVersammlung wurde dies aber strikt abgelehnt.

Zu Weihnachten 1913 gab es dann eine Fahrt nach München. Am Christtag wurde der FC BAYERN mit 2:0 besiegt. Und am Stefanietag spielte man gegen den TSV 1860 1:1! Alle waren vollauf befriedigt, denn die Amateure konnten auch gesellschaftlich etwas bieten.

Da geschah etwas was heute nicht mehr üblich ist: Der Wiener und der Münchner Humor harmonierten miteinander.

Allgemein gesagt waren damals Reisen sehr angesehen und begehrt. Vor allem wenn es nach Italien ging. So ging es in den Ostertagen 1914 wieder über die Alpen.

Der empfang in Turin und Vercelli war großartig obwohl das politische Klima nicht das beste war. Die Mannschaft wurde zwar vom Konsulat gewarnt in Oberitalien zu spielen, da man Angst vor Zwischenfällen durch die chauvinistische Italia hatte (das unerlöste Italien).

Der Politik zum Trotz kam der Sport auf seine Rechnung. Ohne Zwischenfälle. Die Amateure schlugen zum Auftakt Juventus mit 4:0 und zum ersten Mal seit Jahrzehnten erklang die österreichische Hymne „Gott erhalte!"

Das 2. Spiel fand in Vercelli statt. Hier war die Luft und die Stimmung rauer du die Partie ging mit 0:2 verloren. Aber in beiden Städten gab es Empfänge in den Rathäusern, der Klub und die Spieler bekamen Ehrengaben. In Vercelli waren de Piemontesen zum Bahnhof gekommen und geleiteten die Gäste mit Musik ins Rathaus.

Die Rundspiele schienen es den Amateuren angetan zu haben, zu Pfingsten konnte in Wien ein Pokal gewonnen werden. Wacker wurde mit 1:0 besiegt und die Mannheimer Rasenspieler, die vorher den Sportclub schlagen konnten, blieben mit 0:3 auf der Strecke. Tormann „Joszi" Prager, der alte internationale Cricketer musste in dieser Saison für den verletzten Willy Meisl ins Tor, er machte seine Sache mehr als nur gut.

Die gesamte Wiener Sportgemeinde hatte sich am 17.Mai 1914 zu einem Festtag versammelt: Der neue Sportplatz in Ober St. Veit wurde eröffnet. Verbandspräsident, Dr. Abeles hielt die Eröffnungsrede. Baumeister Rudolf Reichelt hatte als Leitungsmitglied die Errichtung der Anlage vorgenommen. Aus diesem Anlass waren viele ausländische Sportkameraden gekommen und eine Flut von Glückwünschen, Telegrammen und Ehrenflaggen bewiesen, dass die Amateure damals schon zu den beliebtesten Mannschaften des Kontinents zählten. Das schönste Festtagsgeschenk machten sich die Amateure jedoch selbst mit einem Meisterschaftssieg gegen den Wiener Sportclub.

Die Amateure spielten auf diesem HEIMPLATZ in Ober St. Veit bis1930. Denn im Zuge der Verbauung des Aughofstraßengeländes musste der Platz aufgegeben werden und die Violetten waren wieder ohne Heimstätte.

Tabelle von 1913

PLATZ

MANNSCHAFT

1.

Rapid-PURKERSDORF

2.

WAF

3.

Sportclub

4.

F A K

5.

WAC

6.

Simmering

7.

Rudolfshügel

8.

Vienna

9.

FAC

10.

Hertha

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aus Berlin war eine Einladung vom FC Viktoria gekommen, der beim Jubiläumsturnier zwar mit 2:0 die Oberhand behalten konnte, doch gab es gegen Oergryte-Göteborg einen wertvollen 2:0 Sieg und mit den anwesenden Spielern des DFC Prag bildeten die Ex-Cricketer ein Treffen alter Vereine des Kontinents.

Schon bald kam ein weiterer Internationaler Erfolg dazu, und zwar mit einem 4:1 über den FC Nürnberg.

In der Meisterschaft 1913/14 hatte der WAF seinen ersten Sieg errungen. Die Amateure waren im Endkampf auf den 5. Platz zurückgefallen; die beiden Punktekämpfe gegen die Grünen wurden leider Gottes mit 0:4 und 1:2 verloren.

1914

1.

WAF

2.

Purkersdorf Rapid

3.

WAC

4.

Sportclub

5.

Amateure

6.

Simmering

7.

Rudolfshügel

8.

FAC

9.

Hertha

10.

Vienna

 

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